Damen 2
Damen 2 | Die Tür war kein Problem – das gegnerische Tor schon
Die SG Kriens / Malters verliert auswärts gegen die SG Freiamt 2 knapp mit 19:20. Besonders schmerzhaft ist nicht nur die Niederlage an sich, sondern auch, dass man sich für einen kämpferischen und geschlossenen Auftritt nicht belohnen konnte. Kurz gesagt: Viel richtig gemacht, aber am Ende trotzdem mit leeren Händen dagestanden.
Aufwärmen einmal anders
Noch vor dem ersten Ballkontakt wartete die erste Aufgabe: die Garderobentür. Dank Lüftungsdruck entwickelte sie sich zu einem kleinen Krafttest und damit zu einer ungeplanten, aber durchaus handballtauglichen Aufwärmübung. Wer diese Tür aufbekam, war definitiv bereit, später auch am Kreis oder den gegnerischen Angreiferinnen dagegenzuhalten. Mit dieser Mischung aus Humor, Fokus und leichtem Abstiegsangst im Hinterkopf ging es aufs Feld.
Erste Halbzeit: In Ordnung, aber nicht ganz top
Der Start gelang trotz einer sehr frühen Zweiminutenstrafe solide. Eine Spielerin blockte in der Verteidigung den Ball mit aktivem Beineinsatz. Immerhin war mit dieser Aktion geklärt, wer im Notfall auch als Goalie einspringen könnte. Die Abwehr stand kompakt, die Kommunikation funktionierte und das Team pushte sich gegenseitig. Genau der Auftritt, den man sich vorgenommen hatte.
Im Angriff erspielten wir uns Chancen, doch das Tor schien phasenweise entweder kleiner, weiter weg oder wir entschieden uns spontan für technische Fehler statt Torabschlüsse. Trotzdem blieb man dran und ging mit einem knappen 10:11 in die Pause. Alles offen.
Zweite Halbzeit: Alles gesehen, ausser den Ball im Tor
Nach dem Seitenwechsel blieb es ein intensives Kampfspiel. Die Abwehr arbeitete gut, das Team trat geschlossen auf und zeigte eine klare Reaktion auf die Vorwoche. Chancen wurden weiterhin herausgespielt. Viele Chancen. Wirklich viele Chancen! Doch Freiamts Torhüterin hatte offenbar beschlossen, an diesem Nachmittag keine Gastgeschenke zu verteilen. Und gleichzeitig erinnerte die eigene Wurfquote eher an ein Münzwurfspiel als an effizienten Handball. Einsatz top, Effizienz ausbaufähig.
Schlussphase: Spannung pur, aber ohne Happy End
Die letzten Minuten boten alles: starke Abwehraktionen, hektische Angriffe und mehrere Chancen zum Ausgleich. Doch entweder fehlte die letzte Präzision oder wieder war irgendwo ein Arm oder ein Bein der gegnerischen Torhüterin im Weg. Am Ende blieb ein 19:20 auf der Anzeigetafel. Ein Resultat, das vor allem deshalb schmerzt, weil der Teamauftritt eigentlich mehr verdient hätte.
Fazit: Einsatz top, Punkte Flop
Auch wenn das Resultat weh tut, nehmen wir viel Positives mit. Teamgeist, Kampf und Einstellung haben gestimmt. Wenn es gelingt, die technischen Fehler zu reduzieren und die Chancen konsequenter zu nutzen, werden solche Spiele wieder auf die eigene Seite kippen. Der Einsatz stimmt also. Jetzt wären Punkte dann auch noch ganz nett.