D2 | Mal kurz drei Dutzend Gegenstosstore ausgepackt

Geschrieben von Rahel Estermann.

Die SG Ruswil/Wolhusen 2 konnte dem F3 Malters/Emmen keine Paroli bieten. Mit schnellen Gegenstössen und sicherem Kombinationsspiel schossen die Gastgeberinnen 46 Tore und entschieden das Spiel klar für sich.

46 Tore schiesst man nun wirklich nicht alle Tage!

Wir haben’s am Samstag gemacht. Sobald der Ball in unseren Händen war, legten wir mal kurz drei Gänge höher. Nicht immer kam das gut – deshalb wollte Coach Miri uns zwischendurch auch mal nahelegen, «ruhig spele»! Sie war recht erfolglos, dafür hatten wir kein Musigghör. Und offenbar eine viel zu gute Kondition! (Wer erinnert sich an die harten Konditionseinheiten im Sommertraining?) Immerhin waren wir mit unserer Spielweise 46 Mal erfolgreich. Schnelle Pässe direkt aus der Abwehr oder vom Goalie, oder dann eine zweite Welle mit sicheren Passkombinationen – schon standen wir alleine vor dem gegnerischen Tor. Man könnte fast meinen, wir hätten es eingeübt!

Zugegeben, von anderen Teams als der SG Ruswil/Wolhusen 2 wird mehr Gegenwehr kommen. Lange waren wir uns ja gar nicht sicher, ob wir nicht 60 Minuten würden das Überzahl-Spiel üben können. Beim Hand-Shake vor dem Spiel waren da nur sechs Gäste-Spielerinnen, inklusive Goalie. Zehn Sekunden vor Spielbeginn rannten dann noch fünf zusätzliche Spielerinnen zur Rossmoos-Türe rein – sah ganz nach Juniorinnen aus.

Nun, wir jungen Wilden wollten es den ganz jungen Wilden aber zeigen und zogen das schon erwähnte Tempospiel auf. Die ersten 15 Minuten konnten wir uns noch nicht recht absetzen, immer wieder glichen die Gäste dank tollen Schüssen aus der zweiten Reihe aus. Bis dann eine mühsame Fraudeckung die besten Schützinnen von Ruswil/Wolhusen aus dem Spiel nahm. Zur Pause stand es bereits 24:13, schliesslich 46:20.

In der Kabine freuten wir uns über einen rundum geglückten Nachmittag mit dem zweiten Saisonsieg im zweiten Spiel. Wir sind weiterhin auf Kurs für unser Saisonziel «Spass – und nicht verlieren». Man darf gespannt sein, ob wir das auch halten können, wenn wir am 12. Oktober das höherklassige Hochdorf zum Cup-Knüller empfangen… Jedenfalls werden wir uns kaum Gedanken machen müssen, was diejenige Spielerin mitbringen muss, die das 50. Tor schiesst.