D1 | Erneute Niederlage in der Finalrunde

Geschrieben von Carmen Manganelli.

Es fällt einem nicht leicht nach solch einem Spiel die richtigen Worte zu finden. Das zutreffendste was der Duden hergibt lautet wohl: befangen, be|fan|gen; nicht frei und natürlich, sondern durch etwas in Verlegenheit, Verwirrung gebracht und daher gehemmt.
Doch woher kommt diese Befangenheit? Der Tag begann so vielversprechend, traf man sich doch schon am Morgen gutgelaunt (zugegeben teils etwas müde) in der Oberei um den Sponsorengegenstoss zu laufen. Für die richtige Energiequelle wurde sogar durch den Verein gesorgt und wir konnten in bestem HC Malters Ambiente "Ghackets mit Hörndli" geniessen. Die Kabinenansprache verlief konzentriert und motivierend, sodass sich jede Spielerin noch ein paar gute Vorsätze in die Socken stecken konnte.  Selbstsicher und voller Tatendrang betraten wir das Spielfeld, unterstützt durch so viele Zuschauer war die Motivation enorm gross endlich Punkte auf die Tabelle zu bringen.
Das Spiel gegen die SG Muotathal/Mythen-Shooters startete nicht ganz nach unserem Geschmack, aber wir konnten uns fangen und gingen in der 10. Minute erstmals in Führung. Dies gelang uns in der ersten Hälfte noch weitere zwei Male bevor wir beim Stand von 9:11 in die Pause gingen. Die Ansprache war klar, wir können mehr! Besonders im Angriff müssen wir unsere Laufwege verbessern und zum Abschluss kommen. Also gingen wir zurück aufs Spielfeld und es kam... nichts mehr. Trotz einer top Quote unserer Torfrau Sarina von 42% und einer 100% Penalty-Chancenauswertung von Larissa (7/7) gelang es uns nicht die Führung nochmals zu übernehmen. Obwohl wir wussten, dass die Muotathalerinnen hart anpacken, und dies auch am Rande bemerkt Fair vom Schiedsrichterduo geahndet wurde, konnten wir unsere Befangenheit nicht abschütteln und mussten uns 17:21 geschlagen geben. Fazit: keine Tore = keine Punkte, die Voraussetzungen würden stimmen um solche Spiele zu gewinnen. Jetzt liegt es an uns konzentriert und hart zu Trainieren und unsere Köpfe frei zu machen. Wenn uns dies gelingt stehen den ersten Finalrundenpunkte nichts mehr im Wege. Und wer weiss, vielleicht dürfen wir dann für den nächsten Matchbericht das Adjektiv unbeschwert im Duden nachschlagen.